Mut
- Martina Sfiligoj
- 3. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Juli

Warum tun wir uns oft so schwer, Umstände in denen wir unglücklich sind, zu verändern?
Meist hat das viel mit unserem Bedürfnis nach Sicherheit und Zugehörigkeit zu tun. Beides kommt auf der Maslow'schen Bedürfnispyramide gleich nach der Befriedigung unserer physiologischen Bedürfnisse. Neben der persönlichen Sicherheit gehören dazu Arbeit, Gesundheit und unsere Beziehungen zu anderen. Auf unser Leben übertragen heißt das: Was wir kennen, ist berechenbar und vermittelt uns eine Art von Sicherheit. Sich etwas zu verändern ist ein Schritt hinein ins Neue, ins Unbekannte . Etwas das fühlt sich oft riskant anfühlt und Mut braucht.
Das heisst nicht zu verharren. Denn das, was wir uns - noch nicht - vorstellen können, ist, wieviel aufregend Neues, Energie spendendes das Unbekannte für uns bereithalten kann.
Wenn wir uns auf ein Neu-Denken und Anders-Handeln einlassen, erleben wir, dass Veränderung an sich eine spannende Reise mit vielen Etappen ist. Eine Reise, die neue, inspirierende und bereichernde Erkenntnisse und vor allem ein Ankommen bei sich selbst bereithält.
Der amerikanische Psychiater Dr. Arnold Beisser brachte es vor über 50 Jahren in seiner „Paradoxen Theorie der Veränderung“ treffend zum Ausdruck:
„Veränderung geschieht, wenn man wird, was man ist. Nicht, wenn man versucht, zu werden, was man nicht ist.“
Die Frage ist also: Wie viel Zeit und Energie investierst du darin, den tatsächlichen oder vermuteten Erwartungen anderer gerecht zu werden und damit zu werden oder zu bleiben, was du nicht bist?
Vielleicht hast du ja den Mut und die Neugier, herauszufinden, wer und was du wirklich bist und welche unbekannten Seiten und Fähigkeiten du auf diesem Weg entdeckst?

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